Smalltalk, aber richtig!

Den einen ist es in die Wiege gelegt, die anderen tun sich schwer damit: die Kunst, richtigen Smalltalk zu führen. Gelegenheiten für solche Kurzgespräche bieten sich im Berufsleben ständig und Smalltalk ist die beste Möglichkeit, Kunden und Partner kennenzulernen, aber auch einen positiven Eindruck zu hinterlassen

Warum eigentlich Smalltalk? Wer denkt, im Berufsleben dreht sich alles nur um Fakten und um rein geschäftliche Themen, der irrt. Der Sympathiefaktor und eine gemeinsame persönliche wie emotionale Basis sind ebenso unerlässlich, wenn nicht sogar entscheidend für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen. Mit einem perfekten Smalltalk schaffen Sie so eine ideale Ausgangssituation für spätere Kontakte. Smalltalk ist also ein ideales Mittel zum Networking und damit unerlässlich geworden. Doch wie geht man diese kleinen Gespräche nebenbei richtig an?

Wagen Sie den ersten Schritt.

Keine Situation ist unangenehmer als betretenes Schweigen. Überwinden Sie sich und werden Sie aktiv.

Erwarten Sie nicht zuviel.

Es geht beim Smalltalk nicht um tiefgründige Gespräche oder Diskussionen, sondern vielmehr um eine leichte Unterhaltung. Schrauben Sie daher Ihre Erwartungshaltung an das Gespräch nicht zu hoch.

Eine angenehme Atmosphäre schaffen.

Seien Sie freundlich. Ein nettes Lächeln ist oft schon die halbe Miete, selbst wenn Sie es mit einem Miesepeter zu tun haben. Auch ein fester Händedruck bei der Begrüßung und direkter Blickkontakt sind wichtig. Eine offene Körpersprache wirkt sympathisch, aber rücken Sie Ihrem Gesprächspartner nicht zu sehr auf die Pelle.

Das richtige Thema.

Worüber reden? Diese Frage stellt sich als Erstes. Ein erster Einstieg ist immer die freundliche Begrüßung und Vorstellung. Als weitere Themen eignen sich immer aktuelle Situationen, z. B. ein gemeinsamer Anlass (eine Tagung oder ein Meeting). Auch wenn es banal klingt, über das Wetter zu sprechen kommt nie aus der Mode und ist oft das rettende Thema in der Not. Aber auch Themen wie der Ort des Gesprächs, die gemeinsame Stadt, die Ausbildung, der Beruf oder auch kulturelle Themen wie Filme, Musik oder Literatur kommen für ein Gesprächsthema infrage. Heben Sie dabei immer die positiven Dinge hervor und nicht solche, die Ihnen überhaupt nicht gefallen. Und – reden Sie über Fakten, die Ihnen vertraut sind. Versuchen Sie nicht, sich als Laie auf einem Themengebiet zu bewegen, von dem Sie allenfalls bisher nur am Rande etwas mitbekommen haben. Fliegen Sie auf, können Sie sich richtig blamieren.

Tabuthemen beim Smalltalk.

Vermeiden Sie alle kritischen Themen, denn das Gespräch soll im Grunde unterhalten und Spaß machen. Tabu sind daher Themen wie Religion, Politik, Gerüchte, Lästereien, Sex oder Krankheit. Auch kontroverse politische Themen sollten Sie besser nicht anreißen.

Auf den Gesprächspartner eingehen.

Die Kunst ist, die richtige Balance zwischen Reden und Zuhören zu finden. Gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein und stellen Sie Fragen. So signalisieren Sie Interesse. Lassen Sie das Ganze jedoch nicht in ein Interview ausarten, sondern gehen Sie selbst auch auf die Antworten ein.

Nicht zu persönlich werden.

Versuchen Sie, etwas über den Standpunkt Ihres Gegenübers herauszufinden, aber werten Sie dies nicht gleich. Reden Sie nicht zu viel oder zu privat über sich, sonst laufen Sie Gefahr, arrogant rüber zukommen. Und – verteilen Sie keine guten Ratschläge, das wirkt bei Erstkontakten besserwisserisch, wenn nicht sogar respektlos.

Schweigen akzeptieren.

Wenn Gesprächspausen entstehen, akzeptieren Sie dies und versuchen Sie nicht krampfhaft, das Gespräch aufrecht zu erhalten. Versuchen Sie stattdessen, das bisher Gesagte im Kopf zu resümieren und über ein anknüpfendes Thema nachzudenken. Haben Sie das Gefühl, Ihr Gegenüber sperrt sich gänzlich gegen ein Gespräch, sollten Sie auch dies akzeptieren und ihm/ihr keine Unterhaltung aufzwingen.

Üben, üben, üben.

Zu guter Letzt: Guten Smalltalk kann man üben. Sprechen Sie auch im privaten Umfeld, z. B. auf Partys mit fremden Menschen. Oder versuchen Sie mit Ihrem Sitznachbarn im Zug ins Gespräch zu kommen. Die Übung macht in diesem Fall den Meister.

Galant zum Ende kommen.

Wichtig ist, immer einen positiven Abschluss zu finden. Das können Sätze sein wie: „Es war interessant, Sie kennen zulernen“, oder aber Sie versuchen einen Ausblick in die Zukunft einzubringen. Hier bietet sich ein Aufhänger an Ihr Gesprächsthema an wie z. B. „Können Sie mir den Artikel dazu mailen“. Versuchen Sie einen Aufhänger zu finden, mit Ihrem Gesprächspartner in Kontakt zu bleiben und vergessen Sie nicht, Ihre Visitenkarte mitzugeben.

Es kann natürlich auch sein, dass sich Ihr Gegenüber als völlig falscher Ansprechpartner oder schlimmer noch – totaler Langweiler entpuppt. Wie zieht man sich da elegant aus der Affäre? Zunächst kann man immer versuchen, das Thema zu wechseln und damit Schwung in die Konversation zu bringen. Auch eine Möglichkeit: Beziehen Sie andere Leute in das Gespräch ein. Ist aber selbst das nicht möglich, ist es durchaus legitim- nur unter einem sinnvollen Vorwand natürlich – das Weite suchen.

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