Anzug mit Weste

449€

Der Anzug mit dem gewissen Extra

Ein 3-teiliger Anzug mit Weste verleiht einem Herren das gewisse Extra an Eleganz. Ursprünglich trug man(n) Anzüge ausschließlich mit einer Weste, oder auch Gilet. Heute steht bei vielen Herren die Weste nicht mehr allzu-hoch im Kurs. Zu unrecht wie wir meinen, denn für Männer mit einem besonders eleganten oder ausgefallenen Geschmack bleibt die Weste zum Anzug natürlich unverzichtbar!

Geschichte zum Anzug mit Weste

Bei genauerem Hinsehen werden Sie feststellen, dass der unterste Knopf bei Anzügen mit einreihigen Westen häufig offen steht. Nun könnte man meinen, dass dies lediglich eine Nachlässigkeit sei, oder vielleicht der Bequemlichkeit geschuldet sei. Wenn man jedoch feststellt, dass auch die best gekleidetsten Gentleman regelmäßig den untersten Westenknopf ungeknöpft lassen, muss man diese Annahme verwerfen. Wie so oft in der Geschichte der Herrenkleidung, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen, auf wen genau und weshalb ein Ritual zurückzuführen ist. Im Falle des untersten Westenknopfes gibt es dabei mehrere Erklärungsansätze.

Garantiert hochwertige Anzüge

Der dreidimensional gestaltete Plack und die speziell entwickelte Armlochverarbeitung unterstützen das Wohlbefinden und den Tragekomfort.

Das Fasson ist pikiert und rollt besonders elegant.

Die Wertigkeit, die dieses Produkt ausstrahlt, wird durch den offenen Ärmelschlitz unterstrichen.

Theorie I: Edward VII als Urheber des offenen Westenknopfs

Nach der wohl bekanntesten Anekdote geht der offene Knopf auf Edward VII zurück. Dabei ist strittig, ob er den Knopf einmal aus Nachlässigkeit offengelassen hat, oder ihn seine Leibesfülle dazu zwang. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Edward der VII ein sehr aufmerksamer Kleidungsliebhaber war, der sich gerne bis zu sechs Mal am Tag umzog und schon in jungen Jahren sogar bei der Jagd lieber auf den Sitz seiner Kleidung als auf das Wild konzentrierte, dann spricht viel dafür, dass der Knopf nicht aus bloßer Nachsicht offenblieb. Auch die andere Erklärung überzeugt nicht wirklich. Zwar war Edward VII wahrlich kein Leichtgewicht, doch aufgrund seiner Kleidungsversessenheit ist es kaum vorstellbar, dass seine Schneider mit dem Fertigen neuer Anzüge nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Hinzu kommt, dass es nur sehr wenige Bilder von Edward dem VII gibt, die ihn mit offen geknöpftem Westenknopf zeigen. Fest steht jedoch, dass die Fachzeitschrift Tailor & Cutter im Jahre 1908 den offengelassenen Westenknopf des Königs erwähnte. Selbst wenn er es jedoch gewesen wäre, der diese Mode popularisiert hätte, so ist doch unstreitig, dass er nicht der Erste war, der seine Westen so trug, schließlich gab es auch schon im 19. Jahrhundert einreihige Westen bei denen der unterste Knopf ein reiner Zierknopf war bzw. nicht geknöpft wurde.

Theorie II: Die zwei Westen übereinander

Ein zweiter Ansatz geht dahin, den Ursprung dieses Modetrends auf eine Zeit festzulegen, in der Dandys auch mal zwei Westen übereinander trugen.  Um seiner Umwelt zu zeigen, wie die untere Weste aussah, sollen diese den untersten Knopf der oberen Weste offengelassen haben.

Theorie III: Reiten mit Weste

Eine praktischere Erklärung stellt dagegen die “Horse back”-Theorie da. Einerseits wird erzählt, man hätte beim Reiten den untersten Knopf der Weste auflassen müssen, um überhaupt auf dem Pferd sitzen zu können, andererseits wird behauptet, man hätte den untersten Knopf offengelassen, um ein Hochrutschen der Weste beim Reiten zu verhindern. Beides erscheint nicht unplausibel.

Theorie IV: Die Eton Variante

Schließlich gibt es noch die „Eton“-Variante. Gerade in den Oberschichten des Vereinigten Königreiches legte man im schon im frühen Viktorianischen Zeitalter besonders viel Wert auf die Kleidung und so überrascht es nicht, dass man versuchte durch gewisse Details des Kleidung auf seinen Stand hinzuweisen. Bestimmte Schüler des Elitecollage Eton taten sich dabei besonders hervor. So war es z.B. Mitgliedern der Regatta Society vorbehalten, bei dem jährlich stattfinden Eton Boats Day, Matrosenuniformen zu tragen wie sie zur Zeit Admiral Nelsons üblich waren. Mitglieder des Pop hatten noch weitergehende, ganz jährlich geltende Rituale. Pop ist die älteste self-electing Society Etons, die ehemals nur Sprösslingen aus den höchsten Gesellschafsschichten zugänglich war, wenn sie von den bestehenden Mitgliedern gewählt wurden – daher auch die Bezeichnung self-electing. Abgesehen davon, dass z.B. nur Mitglieder des Pop auf der Mauer vor dem Hauptgebäude in Eton Platz nehmen durften, hatten sie auch in Kleidungsfragen bestimmte Vorrechte, die sich aber mit der Zeit oft änderten. Ende des 19. Jahrhunderts trugen ausschließlich die Mitglieder des Pop eine weiße Weste und Rüschen-Hemden zum blauen Cutaway samt einem gerollten Schirm, wobei der unterste Westenknopf als zusätzliches Erkennungsmerkmal offen gelassen worden sein soll. Um auch im späteren Berufsleben als Pop Mitglied erkannt zu werden, behielten viele die Tradition bei, den untersten Westenknopf stets offen zu lassen. Da viele Mitglieder des Pop später große Teile der gesellschaftlichen Elite in Großbritannien stellten, wurden die Savile Row Schneider und Konfektionäre auf den offen stehenden Westenknopf schnell aufmerksam, zumal sich die Mode zu dieser Zeit oftmals am Kleidungsbild der oberen Schichten orientierte und so entstand dann der weit verbreitete Trend den untersten Westenknopf offen zu lassen.

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