Der Gentleman auf der Straße

Einen wahren Gentleman erkennt man auch auf der Straße. Allerdings nicht nur am richtigen Wagen, sondern vor allem am Verhalten. Denn wenn dem Gentleman hier ein Schimpfwort auskommt, dann nur bei geschlossenem Fenster. Schließlich ist das Autofahren kein Jagdersatz. Es mag zwar menschlich sein, sich über Raser oder Trödler zu ärgern, aber ein Gentleman sagt sich immer: „Ich sehe diesen Menschen nie wieder. Wenn ich ihn ,besiege‘, trage ich keinerlei Trophäe davon,“ oder, „Ich bin ein Gentleman. Als erfahrener Profi kann ich’s mir leisten, anderen den Vortritt zu lassen.“

Er bedankt sich mit Handzeichen, oder bittet mit erhobener Hand um Entschuldigung, wenn er einen Fehler gemacht hat. Sein Profit: Weniger Adrenalin und damit eine geringere Neigung zu Arteriosklerose oder Arthrose.

Und dann wären da noch die Frauen im Straßenverkehr: Ein Gentleman lacht auch nicht über den dritten Versuch einer Frau beim einparken. Schließlich liegt darin auch nicht gerade die Stärke vieler Männer.

Das Gentleman Car

Ein Auto ist ein Statussymbol, keine Frage, aber für einen Gentleman ist es weniger von Bedeutung, was unter der Haube schnauft oder schnurrt. Weit entscheidender ist das Flair, das auch im Laufe der Zeit nicht verblasst. Eine derart zeitlose und traditionelle Silhouette ist vielen aus Filmen mit James Bond oder James Dean vertraut. Ein wahrer Frauenfänger ist laut Henry Manney der Jaguar E-Type. Der Journalist und Schürzenjäger bezeichnete den Wagen einst sogar als „Schneckchenfänger“.

Auf dem Fahrrad

Es muss aber nicht immer ein Auto sein: Gentlemen fahren auch gerne gesittet und stilvoll Rad. Auf den Business-Anzug wird auch hier nicht verzichtet. Und noch viel weniger auf den Helm, denn selbst wer alle Verkehrsregeln einhält und zuvorkommend unterwegs ist, ist vor Unfällen nicht gefeit.

Gut zu Fuß

Selbst ohne fahrbaren Untersatz vergisst der Gentleman seine guten Manieren nicht und ist immer bereit zu helfen, ganz egal, ob er eine ältere Dame über die Straße begleitet oder schnell einmal Auskunft gibt. So viel Zeit muss sein.

An der Seite einer Dame geht der Gentleman grundsätzlich immer auf der Seite des Bordsteins. So schützt er diese vor vorbeifahrenden Autos und gemeinen Pfützen.

An der Bushaltestelle oder in der U-Bahn bietet er seinen Platz immer anderen Personen an. Damit zollt er nicht nur Respekt, sondern gibt sich auch als jener zu erkennen, der er eben ist – ein wahrer Gentleman.

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