Doomsdayscrolling

Was ist doomscrolling? Und was kann man dagegen tun?

Vielleicht haben Sie den Begriff “doomscrolling” noch nie gehört. Sie tun es höchstwahrscheinlich aber trotzdem. Denn damit bezeichnet man das, was Millionen Menschen aktuell tun: Sie kleben am Smartphone und konsumieren schlechte sowie traurige Nachrichten. Das schlägt sich auf die Stimmung. Daher ist es wichtig, aus diesem Teufelskreis immer wieder bewusst auszubrechen.

Was ist doomscrolling genau?

Der Begriff setzt sich aus dem englischen Begriffe “doom” (dt: “Verderben”) und dem eingedeutschten “scrolling” zusammen. Was sich nur schwer wörtlich übersetzen lässt, beschreibt im Grunde das schier endlose Konsumieren von schlechten Nachrichten. Das Wort, das bereits seit 2018 immer wieder durch die Netzwelt geistert, fand im Zusammenhang mit der Pandemie Eingang in einen breiteren Sprachgebrauch. Angesichts der aktuellen schrecklichen Ereignisse in der Ukraine erlebt es eine neue, traurige Relevanz.

Im Alltag heißt das: schon nach dem Aufstehen checkt man als erstes die Nachrichten. Liest von unvorstellbarem Leid. Sieht auf Twitter und Instgram, womit die Menschen in der Ukraine konfrontiert sind. Liest gleichzeitig neue Berichte über Coronainfektionen. Und hat das Gefühl: das hört gar nicht mehr auf. Dass sich das auf die mentale Gesundheit schlägt, ist klar.

Warum gerät man in diesen Teufelskreis?

Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, sich zu informieren. Und je mehr Quellen man zur eigenen Meinungsbildung heranzieht, umso besser. Die systematische Informationsbeschaffung gibt einem zugleich aber auch das Gefühl, in einer chaotischen Situation Übersicht zu erhalten. Ein Stück Kontrolle zu gewinnen. Das ist in unseren Genen seit Urzeiten so verankert. Schließlich war es für unsere Ahnen wichtig zu wissen, ob man eine Pflanze essen kann oder wo das Mammut seine Schwachstelle hat.

Früher hatte man Antworten auf seine Fragen, und damit war es gut. Ein Zeitungsbericht war irgendwann fertig gelesen. Die Zeit im Bild zu Ende. Doch dank Social Media reißt der Nachrichtenstrom nie ab. Zudem sind die Bilder ungefilterter, irritierender, verstörender. Der Körper ist in einer Art Dauer-Alarmmodus. Stresshormone werden ausgeschüttet. Diese beeinflussen die physische Gesundheit negativ. Und selbstverständlich schlägt sich doomscrolling auch auf die Psyche.

Was kann man gegen doomscrolling tun?

  • Eine der Möglichkeiten ist es, sich selbst eine Art Beschränkung des täglichen Medienkonsums aufzuerlegen. Planen Sie eine feste Zeit von nicht mehr als einer Viertelstunde für den Nachrichtenkonsum ein.
  • Es kann helfen, sich auf einige Quellen zu beschränken, am besten auf seriöse Nachrichtenagenturen, statt auf Social Media immer weiter “hinein” zu geraten
  • Suchen Sie sich einen Ausgleich; lassen Sie auf den Medienkonsum etwas Positives folgen, etwa einen Spaziergang, ein Gespräch mit einem anderen Menschen oder – Sie haben unseren Segen dafür – ein lustiges Katzenvideo.
  • Vermeiden Sie Nachrichtenkonsum vor dem Schlafengehen
  • Starten Sie positiv in den Tag. Checken Sie Twitter, Newsseiten & Co. erst nach dem Frühstück.
  • Seien Sie sich dessen bewusst, dass Ihre Gefühle okay sind. Sie dürfen traurig, ängstlich, ratlos sein. Aber genauso ist es in Ordnung, wenn Sie sich auf den nächsten Urlaub freuen, einen neuen Anzug kaufen gehen oder einfach mal einen ganzen Tag auf Social Media Konsum verzichten. Achten Sie auf Ihre psychische Gesundheit.

 

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