Der erste Eindruck zählt: Diese Chance sollte der moderne Gentleman nutzen

Studien zufolge fällen wir unser erstes Urteil über Menschen bereits nach nur 100 Millisekunden. Das entspricht ungefähr der Dauer eines Wimpernschlages. Angeblich steht dann fest, was wir vom Gegenüber halten. Und dieser Eindruck ist oft schwer veränderbar. Dadurch kommt dem ersten Eindruck natürlich hohe Wichtigkeit zu. Auch wenn wir es noch so wollen oder versuchen ist es also tatsächlich nicht der Charakter, auf den wir zuerst achten. Doch was macht den ersten Eindruck aus? Wie hinterlässt man den bestmöglichen ersten Eindruck?

Was bestimmt den ersten Eindruck?

In so kurzer Zeit sind es unterbewusst wahrgenommene Merkmale, die den ersten Eindruck prägen. Zum Beispiel die Körpersprache, bestehend aus Gestik und Mimik. Oder die Körperhaltung, die Stimme, die Sprache, die Wortwahl, der Geruch. Und am wichtigsten: die Kleidung. Denn die sehen wir schon, bevor das Gegenüber das erste Wort gesprochen hat. Je nachdem, wieviel man bereits über die andere Person weiß, mischen sich auch sozialer Status und Ruf in das Ergebnis. Je mehr Menschenkenntnis man generell mitbringt, desto genauer stimmt das Urteil. Weshalb der erste Eindruck oft richtig ist, liegt am Unterbewusstsein und der Amygdala („emotionales Gehirn“). Sie verarbeiten mehr Informationen als das Bewusstsein. Und nehmen auch mehr wahr.

Drei psychologische Effekte

Die Basis jeder Beurteilung bildet der „Primacy Effekt“. Das bedeutet, erste Informationen werden höher bewertet als jene zwischendrin. Man nennt diesen Umstand auch „Vorrangeffekt“. Was zuerst kommt, wird als wichtiger eingestuft. In der Praxis heißt das, dass im Gespräch oder bei einem Vortrag die wichtigsten Informationen zuerst fallen sollten. Beim ersten Aufeinandertreffen: die Kleidung ist das Wichtigste. Schließlich sehen wir sie, noch bevor überhaupt etwas gesagt wird.
Es folgt der „Halo-Effekt“. Dabei handelt es sich um einen Wahrnehmungsfehler. Wenn einzelne Eigenschaften einer Person so dominant sind, dass andere in den Hintergrund treten, kommt er zum Einsatz (Halo = „Heiligenschein“). Ihm gegenüber steht der Horn-Effekt. Er bezeichnet den Umstand, dass manchmal schon eine einzige (negative) Eigenschaft oder ein falsches Wort genügt, um unseren Eindruck einer Person komplett zu kippen.
Als Gegenstück zum „Primacy“-Effekt gilt der „Recency Effekt“. Der letzte Eindruck bleibt haften und hallt nach. „Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt“ könnte man daher sagen.

Wie kann man den ersten Eindruck verbessern?

  • Aus verschiedenen Untersuchungen ist bekannt, dass wir Menschen sympathischer finden, je mehr wir mit ihnen gemeinsam haben. In der Praxis heißt das: Wählen Sie immer dem Anlass entsprechende Kleidung. Bei Bewerbungsgesprächen oder wichtigen Verhandlungen sollten Sie sich daher unbedingt erkundigen, wie der Dresscode des Unternehmens ist.
  • Lächeln Sie. Mehrere Studien belegen, dass das Ansehen von lächelnden Menschen steigt. Und dass man sich an Menschen, die lächeln, besser erinnert. Alice Isen, Psychologieprofessorin an der Cornell-University in New York belegte, dass lächelnde Kollegen und Kolleginnen beliebter und populärer sind, häufiger befördert werden und ein höheres Einkommen erzielen.
  • Es gibt Studien, laut denen Männer für Gerüche anfälliger sind als Frauen. Sie reagieren auch heftiger darauf. Wichtig ist die Wahl des Duftes. Dieser sollte nicht aufdringlich sein. Einen Sympathiebonus bringen Anklänge von Vanille, die aber unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben sollten. Laut Untersuchungen stufen männliche Personalentscheider stark parfümierte Kandidaten weniger intelligent, unfreundlich und unattraktiver ein. Frauen reagieren umgekehrt.
  • Der Handschlag ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Wenn man sich nicht für eine alternative Form der Begrüßung entschieden hat, sollte man einen festen Händedruck geben. Während des Händeschüttelns ist unbedingt Blickkontakt zu halten. Das zeigt Offenheit und Interesse. Achtung beim Thema Blickkontakt: wenn der länger als 3,3 Sekunden anhält, stellt sich beim Gegenüber Unbehagen ein.
  • Die Stimme und die Sprache sind weitere wichtige Merkmale, anhand derer wir Personen einschätzen. Achten Sie auf eine ruhige Sprachmelodie und darauf, keine Füllwörter zu benutzen und sich nicht zu räuspern. All das überträgt sich auf die Menschen, die ihnen zuhören und macht sie nervös. Leidenschaft und positive Emotionen lassen sich durch Sprache gut übertragen. Dialekt und Slang lassen Menschen weniger intelligent wirken; außer, das Gegenüber spricht ebenfalls Mundart.

Noch ein wichtiger Tipp aus der Psychologie: Wer Menschen online sieht, etwa via Zoom Call oder auf Profilbildern, bewertet diese negativer als bei einer persönlichen Interaktion. Daher ist es wichtig, bei der Wahl von Profilbildern umsichtig vorzugehen. Und auch im Zoom Call auf passende Kleidung, die Intonation und die Wortwahl zu achten.

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