Warum ist Leinen im Sommer so angenehm?

Der Sommer ist in vollem Gange, und wer sich noch nicht mit einem Sommeranzug eingedeckt hat, sollte das spätestens jetzt tun. Denn auch für Sommeranzüge gilt: Klassiker kommen nie aus der Mode. Sie können also getrost jetzt noch einkaufen und die schönen Stücke auch in den kommenden Jahren tragen. Ein Material, das immer dann vermehrt nachgefragt wird, ist Leinen. Der Stoff ist überaus angenehm, knittert aber leicht. Er eignet sich daher hauptsächlich für Freizeitanzüge und nicht so sehr fürs Büro. Aber was macht Leinen eigentlich so perfekt für den Sommer? Und was sollte man sonst noch rund um den Stoff wissen?

Woraus wird Leinen hergestellt?

Leinen ist im Prinzip dasselbe wie Flachs. Der Stoff entsteht aus den Fasern des Gemeinen Leins, einer hellblau und sehr hübsch blühenden Pflanze. Aus dem Gemeinen Lein gewinnt man zudem Öl. Sein Samen findet in der Naturkost Verwendung. Die Pflanze ist vielfältig einsetzbar und wurde 2005 dank seiner gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe sogar zur Heilpflanze des Jahres erklärt. Doch zurück zur Stoffproduktion. Um aus den grünen Pflanzen Textilien zu machen, ist es zunächst notwendig, die Pflanze zu ernten und zu trocknen. Im Anschluss röstet man die Stängel. Was nach Hitze klingt, ist in Wahrheit das Einweichen in Wasser. Das passierte früher in Flüssen, heute lässt man die geernteten Flachspflanzen einfach auf dem Feld liegen, wo der Regen für die notwendige Feuchtigkeit sorgt. Bei diesem Vorgang trennen sich die Fasern, die um den Kern der Stängel liegen, vom Stroh. Die einzelnen Fasern verspinnt man im Anschluss zu Garn. Aus dem Garn webt man zuletzt dann Stoff.

Weshalb ist Leinen so beliebt?

Leinen ist ein absolutes Naturmaterial und daher leicht zu färben. Im Sommer ist es besonders angenehm zu tragen, weil es luftdurchlässig ist und Wasser gut bindet. Letzteres tauscht es schnell mit der Umgebung aus, was zu einem kühlenden Effekt führt. Leinen ist strapazierfähig, flusenfrei und dank seines natürlichen Wachsüberzuges auch relativ schmutzabweisend. Dazu kommt, dass Leinen reißfest ist und zudem antistatisch. Es eignet sich hervorragend für Allergiker und ist eine der umweltfreundlichsten Textilfasern – und als solche komplett biologisch abbaubar. Leinenstoffe sind teurer in der Herstellung als Baumwolle, dafür sind die Textilien besonders langlebig.

Welche unterschiedlichen Leinenstoffe gibt es?

Steht “Reinleinen” auf dem Etikett, handelt es sich um ein Kleidungsstück, das ausschließlich aus Flachsfasern gefertigt wurde. Halbleinen-Stoffe hingegen bestehen aus mindestens 40 Prozent Flachs. Bei ihnen handelt es sich um Mischgewebe mit Baumwolle. Reinleinen fühlt sich sehr kühl an und ist damit die beste Wahl bei sommerlicher Hitze. Halbleinen ist etwas weicher und fällt daher fließender. Es ist insgesamt etwas wärmer als Reinleinen.

Wie pflegt man Leinen richtig?

Wie alle Naturmaterialien ist Leinen relativ pflegeleicht. Am einfachsten ist es, sich nach den Hinweisen am Pflegeetikett zu halten. Je nach Fasermischung kann eine unterschiedliche Behandlung notwendig sein. Im Normalfall kann man Leinenstoffe bei 30 bis 95 Grad in der Waschmaschine waschen. Am besten eignet sich der Schonwaschgang, weil Reibung für den Stoff nicht sehr zuträglich ist. Am besten, man trocknet Leinen an einem Ort mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Unser Tipp: Wenn Sie Leinenstoffe im Bad aufhängen, können sich die Fältchen während des Trocknens selbst gut glätten. Bügeln sie nur mit mäßiger Hitze und unter Dampf. Beim ersten Waschen läuft Leinen meistens um die fünf Prozent ein.

Warum knittert Leinen so leicht?

Leinen ist stabil, dehnt sich aber schwer. Die geringe Elastizität des Stoffes ist für den berühmten “Edelknitter” verantwortlich, den man von Leinen kenn. Im Gegensatz zu Kleidungsstücken aus anderen Materialien, dürfen die das aber. Tipp: Je öfter man seine Stücke aus Leinen trägt und wäscht, desto weniger knittern sie!

Wie trägt man Leinenhemden richtig?

Normalerweise werden Kleidungsstücke aus Leinen leger getragen. Sie sollten niemals zu eng sitzen. Aus diesem Grund trägt man Leinenhemden meistens über der Hose, gerne auch mit einem Knopf mehr offen.

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