Berühmte Anzugträger: James Bond

Seit kurzem ist bekannt, wie das nächste Abenteuer des britischen Geheimagenten heißen wird. „Keine Zeit zu sterben“, oder im Original: „No Time to Die“ wird Daniel Craig im April 2020 haben, denn dann kommt der vermutlich letzte Bond-Film mit ihm in der Hauptrolle auf die Kinoleinwände.

Galanter Agent im Anzug

Seinen ersten Auftritt feierte der charmante, verschmitzte und elegante MI6-Geheimdienstmitarbeiter mit seinem Abenteuer „Casino Royale“ 1953. Erfunden hat ihn der Brite Ian Fleming. Zuerst bestand Bond seine Abenteuer in Büchern, schon im Jahr darauf hatte Barry Nelson als erster Fernsehfilm-Bond seinen Auftritt. Als erster Kino-Bond eroberte Sean Connery die Frauenherzen. Mit ihm und Daniel Craig waren sechs Schauspieler in der Rolle zu sehen. Immer gleich: Bonds Hang zu schnellen Autos, schönen Frauen, Martini (geschüttelt, nicht gerührt) und der immer makellose Auftritt. Immer im Anzug, meist mit Fliege oder Krawatte und in „Goldfinger“ sogar im eleganten Dreiteiler.

Der perfekte Anzug

Der Anzug ist ein wesentliches Merkmal des Filmhelden. Hier überlässt man seitens der Produktion nichts dem Zufall. Für die Eröffnungssequenz von „Skyfall“ (2012) wurden 85 identische Anzüge für Daniel Craig geschneidert. Manche davon mit längeren Ärmeln, so dass der Anzug selbst während der Motorrad-Szene wie angegossen sitzt. Dafür wurde die Krawatte übrigens mit Gewichten beschwert. Denn sonst wäre diese dem Schauspieler unelegant ums Gesicht geflattert. Übrigens war es auch Daniel Craig, der den dunkelblauen Smoking salonfähig gemacht hat.

Die Macht des Anzugs

Das makellose Outfit lässt nicht nur Frauenherzen höher schlagen. Es öffnet auch Tür und Tor. Denn George Lazenby, der zweite Kino-Bond, war gar kein Schauspieler. Er besorgte sich einen Anzug, eine Rolex und einen neuen Haarschnitt. Damit stiefelte er selbstbewusst zu einem Treffen mit dem Produzenten – und ging als neuer James Bond heim.

Geschüttelt, nicht gerührt

Übrigens: Wer ein bisschen Bond-Feeling für Zuhause möchte, kann sich seinen Wodka-Martini nach dem Rezept von Ian Fleming ganz einfach zubereiten. Er besteht aus 1 Teil Wodka, 1/2 Teil Kina Lillet und 3 Teilen Gordon’s. Diese werden in einem Tumbler mit Eis geschüttelt und ohne Eis in einem tiefen Champagnerkelch mit einem schmalen Stück Limonenschale serviert. Oder man bestellt im Lokal „The Vesper“, eine leicht abgewandelte Form des Cocktails.

 

Foto: Martin Miskic
Model: Daniel Klein