Der Fahrstuhl-Knigge

Eigene Benimmregeln für den Fahrstuhl? Ja! Denn es scheint, als würde dieser klaustrophobische Ort zu seltsamen Verhalten und Unsicherheiten anregen. Und wenn dann auch noch der Chef Arm an Arm gepresst neben einem steht, werden die Schweißperlen auf der Stirn immer größer.

Paternoster, Aufzug, Fahrstuhl, Lift – wie man das vertikale Fortbewegungsmittel auch nennt, erst einmal eingestiegen offenbaren sich bei vielen Menschen Ängste und Eigenschaften, die ihnen sonst eher fremd sind. Schon erstaunlich, denn der „fliegende Aufstieg“ ist metropoler Alltag. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen der Aufzug als Todesfalle galt.
Zu Verkrampfungen führt bei den meisten Menschen aber nicht die Angst um ihr Leben in einem Aufzug, sondern meist die anderen Insassen. Vor allem, wenn es sich um Kollegen oder Vorgesetzte handelt. Plötzlich schrumpft die ohnehin schon kleine Aufzugskabine auf Schuhkartongröße und die Krawatte legt sich liebevoll wie eine Würgeschlange um den Hals. Merken Sie sich für die Fahrt folgendes:

„Das ist mein Tanzbereich, das ist deiner“

So ähnlich zumindest. Denken Sie sich einen unsichtbaren Ring um sich und die anderen Insassen. Versuchen Sie niemandem zu Nahe zu kommen, weichen Sie so gut es geht aus, wenn Ihnen jemand zu Nahe kommt. Überlegen Sie sich, ob Sie in einen bereits gut besuchten Aufzug zusteigen wollen.

Der kleine Scherz am Rande

Versuchen Sie nicht die Stimmung mit Scherzen aufzulockern und schon gar nicht mit etwas besonders Gescheitem Eindruck machen zu wollen. Der Fahrstuhl ist nicht der Ort, um einen Vorgesetzten auf sich aufmerksam zu machen. Schweigen ist gefragt. Man muss nicht sprechen. Es gibt dafür keinen Grund.

Der Feind hört mit

Wenn Sie doch reden müssen, denken Sie daran, dass alle anderen mithören können. Ob sie wollen oder nicht. Somit überlegen Sie auch genau mit wem Sie telefonieren und was Sie erzählen!

„Nach rund vier Stunden wird die Sauerstoffzufuhr knapp.“

Falls es doch einmal passieren sollte und Sie bleiben stecken. Verzichten Sie auf Horrorgeschichten und unnützes Wissen. Packen Sie lieber Ihre seelsorgerischen Qualitäten aus, denn jemand anders könnte wirklich unter Klaustrophobie leiden. Sind Sie selbst, versuchen Sie ruhig zu bleiben und daran zu denken, in Zukunft lieber die Stiegen zu gehen.

Ansonsten gilt: Entspannen Sie sich. Zwei Minuten sind auch im Aufzug keine Ewigkeit.

 

 

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