Das offene Knopfloch II – Die wahre Geschichte

König Ludwig der XIII. König von Frankreich hatte zwei Nachkommen: Ludwig den XIV., den Thronfolger, und den zwei Jahre jüngeren Philippe.

Philippe, dem das Königsamt verwehrt war, stand stets im Schattenseines älteren Bruders, errang aber Würden und Auszeichnungen als Feldherr in diversen Schlachten (ua Cassel 1677). Seine militärischen Erfolge führten dazu, dass seine Anhängerschaft und Sympathien unter den niederrangigen Soldaten und Offizieren stetig stieg.

Auf einem der zahlreichen Empfänge im Schloss Versailles spielten die beiden Brüder Ludwig und Philippe – unter Anwesenheit einer großen Gesellschaft – das Karten-Glücksspiel Lansquenet. Philippe, sich ob seiner Kartenhand siegessicher, erhöhte seinen Einsatz um einen kostbaren rubinbesetzten Ärmel-Knopf seiner Uniform.

Überraschenderweise gewann aber Ludwig diese Runde Lansquenet und somit den Knopf seines Bruders. In weiterer Folge stellte sich jedoch heraus, dass das Kartenpaket 56 Blatt, vier Karten zuviel, enthielt. Ludwig aber weigerte sich, das Spiel für ungültig zu erklären und seinen Gewinn – insbesondere den kostbaren Knopf – seinem Bruder zurückzugeben. 

Zwar wagten es die anwesenden Gäste nicht, öffentlich für Philippe Partei zu ergreifen, aber die Nachricht über den „ungerechten“ König machte unter vorgehaltener Hand die Runde. Auch Gerüchte über vom König persönlich gezinkte Karten verbreiteten sich wie ein Lauffeuer in der Gesellschaft.

Da aber eine öffentliche Kritik am König von Frankreich undenkbar war, dachten sich die Sympathisanten Philipps folgendes Zeichen des Widerstands aus: Ein fehlender Knopf am Ärmel der Uniform soll symbolisch an den Betrug des Königs gegenüber seinem Bruder Philipp erinnern.

Der fehlende Knopf wich in weiterer Folge dem offenen Knopfloch. Der Rest ist Geschichte.

Ein großes Dankeschön an Dominik Zimm, der sich die Mühe gemacht hat, die wahre Geschichte zu posten!

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