Manschetten­knöpfe

Manschettenknöpfe faszinieren Designer aufgrund der Herausforderungen, die sie stellen: Es bleibt nur sehr wenig Raum für die Gestaltung, der Knopf muss eng anliegen, und falls unterschiedliche Motive für die vier Knöpfe eines Paares gewählt werden, müssen diese gut miteinander korrespondieren. Manschettenknöpfe sind heute kleine Kunstwerke und bieten dem Mann die Möglichkeit seiner Persönlichkeit auf zweierlei Weise Ausdruck verleihen: Allein schon die Tatsache, dass ein Mann solch ein Accessoire verwendet, sagt viel über seine Hinwendung zum Detail aus und ist Zeichen seines Lebensgefühls. Design und Beschaffenheit des Manschettenknopfes repräsentieren den persönlichen Stil und können auch verschlüsselte Botschaften übermitteln.

19€ - 39€

Preisspanne Manschetten­knöpfe

Die Geschichte der Manschetten­knöpfe

Erste Manschettenknöpfe tauchten zwar bereits im 17. Jahrhundert auf, doch gebräuchlich wurden sie erst Ende des 18. Jahrhunderts. Ihre Entwicklung hängt eng mit der des Herrenhemdes zusammen. Hemdartige Kleidungsstücke trugen Männer schon seit der Erfindung des gewobenen Stoffs im 5. Jahrtausend v. Chr. Auch wenn Schnitte und Machart sich änderten, blieb die Grundform immer gleich: Eine vorn offene Tunika mit Ärmeln und Kragen. Das Hemd wurde direkt auf der Haut getragen, war waschbar und schützte so die Oberbekleidung vor Verschmutzung durch Körperkontakt. Umgekehrt schützte es auch die Haut vor den raueren und schwereren Stoffen der Jacken und Mäntel, indem es Nacken und Handgelenke bedeckte. Nach dem Mittelalter wurden die sichtbaren Teile des Hemdes (Nacken, Hemdbrust und Handgelenke) zu einem Ort dekorativer Elemente, wie Rüschen, Halskrausen und Stickereien. Die Manschetten wurden mit Bändern zusammengehalten, ebenso der Kragen, ein früher Vorläufer der Krawatte. Rüschen, die über das Handgelenk fielen, wurden bei Hof und zu anderen formellen Anlässen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts getragen, während beim Alltagshemd dieser Zeit der Ärmel bereits in einem einfachen Band endete und mit einem Knopf oder einem verbundenen Knopfpaar geschlossen wurde.

Der Manschetten­knopf im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert wurde die alte Pracht des Adels durch die bürgerliche Effizienz der neuen Angestelltenklasse abgelöst. Männer trugen von da an eine sehr konventionelle Garderobe: tagsüber einen dunklen Anzug und abends einen Smoking oder Frack. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich die  moderne Manschette entwickelt. Kragen, Hemdbrust und Manschetten waren zu dieser Zeit gestärkt. Dies war populär, weil der formelle Charakter der Kleidung dadurch unterstrichen wurde.

Um die Manschetten mit einem einfachen Knopf zu schließen, waren sie jedoch zu steif. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts trug deshalb jeder, der aus der Mittel- oder Oberklasse stammte, Manschettenknöpfe. Aufgrund der Industriellen Revolution konnten diese in Massen hergestellt werden und waren deshalb in jeder Preislage verfügbar.

Der Manschettenknopf im 20. Jahrhundert

Diese Entwicklung setzte sich in den 1920er Jahren fort, es wurden so viele Manschettenknöpfe getragen wie nie zuvor. Sie waren in allen Formen, Farben und Materialien verfügbar. Es gab sie sowohl aus Edelsteinen als auch aus weniger edlen Steinen und Glasfluss. Besonders beliebt waren aufwendig farbig emaillierte Manschettenknöpfe in allen möglichen geometrischen Mustern. All das war gleichwertig, denn Coco Chanel hatte den Modeschmuck salonfähig gemacht. Gleichzeitig entwickelte sich jedoch ein sportlicherer Hemdstil mit ungestärkten Manschetten, die mit einfachen Knöpfen geschlossen werden konnten. Modebewusste Herren erschienen tagsüber ohne Manschettenknöpfe.

Dies änderte sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder, denn der Herr der 1950er Jahre schmückte sich mit einem ganzen Ensemble aus Zigarettendose, Feuerzeug, Krawattennadel, Schlüsselkette, Geldklammer etc., wozu auch wuchtige Manschettenknöpfe gehörten.

Der Manschettenknopf im 20. Jahrhundert

Die Swinging London Scene der 1960er Jahre brachte wieder ein neues männliches Modebewusstsein hervor, repräsentiert durch den Carnaby Street Dandy, dessen herausragender Vertreter Mick Jagger war. Ausgefallene Manschettenknöpfe gehörten zu einem kreativen und exzentrischen Herrenoutfit dazu. In den 1970er Jahren verschwanden Manschettenknöpfe nahezu ganz. Die Mode wurde von der Woodstock-Generation dominiert, Hemden wurden nun hauptsächlich mit fertigen Knöpfen und Knopflöchern gefertigt. Auch nach dem Verschwinden der Hippies trug niemand mehr Manschettenknöpfe. Viele schöne Erbstücke wurden zu Ohrsteckern umgearbeitet. Ende der 1980er Jahre kam es wieder zu einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte, ausgelöst z.B. durch die Neuverfilmung des Klassikers von Evelyn Waugh „Wiedersehen mit Brideshead“, der Einfluss auf die Jugend der 1980er Jahre genommen hat. Manschettenknöpfe erlebten in dieser Zeit eine Renaissance, die bis heute anhält. Selbst Joschka Fischer, der einstige Turnschuhminister, trug als Außenminister Dreireiher und Manschettenknöpfe.

Rezensionen: Das sagen unsere Gentlemen

  • Al C.7. November 2020

    Hervorragende und zuvorkommend Beratung, große Auswahl. Ein durchweg schönes Einkaufserlebnis.

    Thomas24. Februar 2021

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    Simon K.26. November 2019

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  • Boris S.16. Oktober 2019

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    Mathias H.3. März 2021

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    Willi F.24. Dezember 2020

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  • F. M.31. August 2021

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    Pete S.15. August 2021

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    Georg G.10. August 2021

    Ausgesprochen umfangreiches Sortiment und ausgezeichnete Beratung bei fairen, im Abverkauf sogar äußerst günstigen Preisen!
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  • Georg G.10. August 2021

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    Lukas F.8. August 2021

    Großartige Beratung und hervorragender Service, die aber auch seinen Preis haben. Für gute Qualität und solch eine Betreuung zahlt man aber auch gerne ein wenig mehr.

    Alexander B.31. Juli 2021

    Wiens erste Adresse für Stil im Business und bei Events. Top Service und Betreuung. Danke an das Team.

  • Thanja F.27. Juli 2021

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    Christian G.21. Juli 2021

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    Christian G.21. Juli 2021

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