Was gehört in eine gute Hausbar?

„Da kann einer sagen, was er will, das beste Essen ist immer noch das Trinken.“ war Heinz Erhardt überzeugt. Das gilt vielleicht nicht für jeden, aber als guter Gastgeber steht man immer wieder mal vor der Herausforderung einen guten Drink anzubieten.

Egal ob es die Etikette verlangt, oder eine Person von Respekt bei Ihnen aufschlägt – mit einer einfachen Hausbar und den nötigen Tipps ist jeder Gentleman gut gerüstet und beeindruckt auch einen unangemeldeten Gast mit dem passenden Drink. Dazu braucht es nicht hunderte Flaschen und jahrelange Erfahrung hinter dem Tresen. Bereits mit wenigen, allerdings den richtigen Flaschen lässt sich eine ansehnliche und süffige Hausbar aufbauen.

Hilfreich ist eine Bar selbst. Die meisten Leute sind jedoch nicht im Besitz einer schmucken Bar in den eigenen vier Wänden. Wenn man sich keine bauen möchte, gibt es noch weitere Möglichkeiten. Auf diversen Plattformen gibt es oft ansprechende Vintage-Bars zu kaufen. Ein Möbelstück, das sich einfach in den Raum stellen lässt, meist mit den passenden Barhockern. Wem das zu groß ist, der legt sich am besten einen Barwagen zu. Auch hier findet man stylische Vintage-Wägen aus den unterschiedlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Selbstverständlich gibt es Barwägen auch neu zu erstehen. Ein Barwagen ist ein schönes Möbel und hat den Vorteil nicht an einen Ort gebunden zu sein. Man kann ihn dort hinschieben, wo man ihn gerade braucht.

Ohne Equipment geht gar nichts

Wichtig ist eine Arbeitsfläche sowie Stellfläche für Flaschen, Gläser und Arbeitsutensilien. Und mindestens genauso wichtig ist selbstverständlich der Shaker. Hier lohnt sich die Anschaffung eines Boston-Shakers. Er besteht aus einem größeren Becher aus Edelstahl und einem kleineren aus Glas und ist mit etwas Übung schneller und effektiver als ein dreiteiliger Shaker. Zusammen mit dem Boston-Shaker sollte man sich noch einen Strainer (Barsieb) zulegen, welcher beim ausgießen über den Edelstahlteil des Shakers gestülpt wird und das Eis zurückhält. Gerade am Anfang ist es schwierig, dass richtige Augenmaß für die benötigten Flüssigkeitsmengen zu finden und die Anschaffung eines Jiggers (Messbechers) daher unerlässlich. Nun fehlen noch ein Rührglas sowie Barlöffel (um Klassiker wie den Martini oder Vesper zuzubereiten) und ein Eisbehälter mit passender Eiszange. Außerdem sollten ein Schneidebrett, ein scharfes Messer zum Schneiden der Früchte und eine gute Saftpresse zur Grundausstattung jeder Bar gehören.

Die unerlässliche Grundausstattung

Bei den Spirituosen gibt es ein paar Grundsorten, die jeder Gentleman vorrätig haben und bei denen auf keinen Fall an Qualität gespart werden sollte. Denn auch die beste Hausbar kann nur so gut sein, wie die Spirituosen, die darin stehen.

Gin

Hier bieten sich eine Reihe von Sorten an, empfehlenswert wäre zu Beginn aber auf jeden Fall ein London Dry Gin mit einer gewissen Trockenheit und Würze. Hier bieten sich heutzutage nicht nur bekannte internationale Namen an, sondern auch einige Österreicher. Wie der international Preisgekrönte G+ London Dry Gin der steirischen Distillery Krauss. Mittlerweile ein Klassiker ist der Wien Gin. Die Hausbar ist gerne um weitere Gins zu erweitern, jedoch sollte mit Bedacht geshoppt werden. Das ist das Wichtigste: Eine schöne Verpackung und ein Hype sind meist kein Freund deines Portemonnaies.

Whisky

Eine vielfältige Spirituose, die vor allem in alten Cocktailklassiker vorkommt. Zu empfehlen ist hier ein Rye Whisky, wie der Bulleit Rye.

Rum

Brauner Rum ist weitaus aromatischer und lieblicher als sein helles Pendant. Nach der Destillation werden die Rums mehrere Jahre in Holzfässern gelagert. In der Zeit ziehen sie Geschmack und Farbe aus den Dauben. Oft werden junge Rumsorten mit Zuckercouleur dunkel gefärbt – ein Verfahren, das der Spirituose über die Jahre hinweg einen durchaus schlechten Ruf einbrachte. Auf der sicheren Seite liegen Sie hier mit einem Zacapa.

Cognac

Cognac ist ein Destillat aus weißen Trauben. Um den Namen tragen zu dürfen, muss der Weinbrand, so wie der Hennessy VS Cognac, in der französischen Stadt Cognac oder deren Umgebung gebrannt werden. Die Spirituose wird doppelt destilliert (Doppelbrandverfahren) und im Anschluss in Eichenholzfässern gelagert. Die Länge der Lagerung bzw. dessen Qualität ist auf dem Etikett festgehalten.

Wermut

Hier kommt man nicht an gutem roten Wermut vorbei. Carpano Antica Formula ist die erste gute Wahl. Was trockenen Wermut angeht, liegt man mit Noilly Prat für den klassischen Martini niemals falsch.

Tequila

Der Tequila kann mehr als nur Salz und Zitrone und feiert zudem sein Comeback, womit er den Wodka in der Hausbar ablöst. Hier wird meist ein 100% Agaven-Tequila empfohlen.

Lillet

Wer seinen Drink tatsächlich à la James Bond genießen möchte, für den ist der französische Aperitif Lillet in der Hausbar unerlässlich – ohne lässt sich schließlich kein Vesper rühren.

Ein guter Wodka ist dennoch auch nie falsch.

Der letzte Schliff für die Hausbar

An Gläser sollten je einige Tumbler, Nosing-Gläser, Martinischalen, Highballgläser sowie Champagnergläser vorhanden sein.

Die wichtigste Zutat wurde bisher allerdings verschwiegen: Während heutzutage – absolut zurecht – viele Spirituosen wieder pur genossen werden, braucht es für einen guten Cocktail dennoch Eis. Ohne schmeckt ein Drink nur halb so gut. Schließlich handelt es sich bei dem Schmelzwasser meist um eine wichtige Zutat. Genau aus diesem Grund ist der Kühlschrank der beste Freund der Hausbar. Außerdem können in ihm Zitronen und Orangen aufbewahrt sowie Champagner, Prosecco und Bier kalt gestellt werden. Man weiß einfach nie, wann man eine gut gekühlte Flasche braucht.

Wer sich in die Kunst der Zubereitung einlesen möchte, legt sich das Buch „Schumann´s Bar“ zu. Es macht sich nicht nur optisch gut, sondern bietet eine Menge Rezepte. Und wer, wenn nicht Charles Schumann weiß, wie man einen guten Cocktail mixt.

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