So riecht der Gentleman

Muss ein Gentleman eigentlich Parfum tragen? Nicht zwingend. Aber die Krawatte hat so gesehen auch keine Notwendigkeit. Binder wie Duft sind vielmehr dazu da, den Charakter ihres Trägers zu unterstreichen und seinen persönlichen Stil zu definieren. Kein Gentleman sollte sich diese Möglichkeit entgehen lassen.

Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Suche nach Ihrem Parfum achten sollten:

Sie wollen nicht wie ein Promi riechen

Wie beim Kaffee gilt auch beim Parfum: Was für George Clooney gut ist, muss für Sie noch lange nicht gut genug sein. Lassen Sie sich also nicht von Namen und Verpackungen blenden und vertrauen Sie stattdessen auf Ihre Nase und den gesunden Menschenverstand. Mit vereinten Kräften führen Sie die beiden treffsicher zu dem Duft, der Ihr neuer treuester Begleiter werden soll.

Gut Ding braucht Weile

Ein gutes Parfum ist wie ein gutes Buch: Es erzählt eine Geschichte und es braucht Zeit, um sich zu entfalten. Die Industrie mischt heute linear, alles riecht gleich. Das ist langweilig und vor allem austauschbar. Wer einen individuellen Stil hat, verdient auch einen unverwechselbaren Duft. Treffen Sie also keine vorschnellen Entscheidungen und beschnuppern Sie ein jedes Parfum zuerst in Ruhe. Halten Sie beim nächsten Einkaufsbummel einfach nach gut sortierten Spezialgeschäften und Produkten lokaler Manufakturen Ausschau. In einigen wird immer noch oder inzwischen wieder von Hand und in limitierter Auflage gemischt – ein Lichtblick im wachsenden Strom der Beliebigkeit.

Die Haut mischt mit

Die üblichen Papier-Teststreifen in der Parfümerie eignen sich prima für die Vorselektion. Eine ungeübte Nase kann auf diese Weise 5 bis 6 Düfte beurteilen, danach sollten sie ihr eine Pause gönnen. Wenn Sie die Auswahl auf einen oder zwei Favoriten eingegrenzt haben, heißt es: Ärmel hochkrempeln! Denn ein gutes Parfum entwickelt sich auf jeder Haut anders. Prüfen Sie alle 30 Minuten, ob und wie sich die Note verändert. Sie werden überrascht sein, wie vielschichtig Parfums sein können.

Von Kopf über Herz bis zur Basis

Die Struktur eines klassischen Parfums besteht aus drei Teilen. Den Auftakt machen die frischen, fruchtigen, manchmal sogar stechenden Kopfnoten wie Bergamotte, Grapefruit oder Schwarzer Pfeffer. Sie verfliegen rasch und machen den gehaltvolleren, luxuriösen Herznoten wie Jasmin, Muskatellersalbei oder Kardamom Platz. Getragen werden sie von den schweren Basisnoten wie Patschuli, Olibanum oder Sandelholz. Diese bilden das Rückgrat eines klassisch komponierten Duftes und prägen dessen Charakter durch ihre Nachhaltigkeit stärker als jede andere Komponente. Erkundigen Sie sich also gezielt nach den Basisnoten, denn diese werden im Laufe der Zeit zu ihrem Markenzeichen.

Natürlich versus synthetische Duftstoffe

Obwohl sich die Parfumeure bei Herrendüften weitgehend an den rund 300 erhältlichen natürlichen Duftstoffen orientieren, findet sich in den meisten Flakons nur wenig davon. Tatsächlich bewegt sich der Anteil natürlicher Duftstoffe heute meist im einstelligen Prozent- bis Promillebereich, der Rest ist Synthetik. Und objektiv betrachtet gibt es auch kaum einen Grund, der dagegen spricht. Schlussendlich ist es jedoch wie mit einem nicht gut sitzenden Anzug: Egal wie lange er hält, er wird Ihnen doch nie wirklich passen.

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