Benimmregeln für eine rauschende Ballnacht

Vor allem auf einem Ball sind Benimmregeln wichtiger als sonst. Begegnungen und Konversationen werden bei der gesellschaftlichen Veranstaltung nicht dem Zufall überlassen; es gibt genaue Verhaltensregeln für einen Abend in Frack und Robe.

So darf es bei der Begrüßung auch heute noch der formelle Handkuss sein, mit dem der Gentleman einer Dame besondere Wertschätzung entgegenbringt. Allerdings will die Ausführung gelernt sein, geht es dabei doch um die hohe Kunst der Andeutung: Die Verbeugung wird ebenso nur angedeutet wie der eigentliche „Kuss“. Erlaubt ist mittlerweile allerdings auch ein Kuss auf die Wange, der vor allem im Bekanntenkreis zunehmend zum Einsatz kommt.

Ganz wichtig sind auf einem Ball die Rangunterschiede. Beim Kennenlernen muss die statusniedrigere Person der darüberstehenden vorgestellt werden. Stehen beide auf der gleichen Stufe ,wählt man die Floskel „Darf ich die Herren/Damen bekanntmachen.“ Außerdem werden Herren den Damen zuerst vorgestellt und jüngere Ballgäste den älteren.

Ein Ehrenplatz für eine Dame

Noch präziser wird es beim richtigen Verhalten eines Herren seiner Dame gegenüber: Neben Pünktlichkeit steht vor allem die Höflichkeit im Vordergrund. So sollte der Gentleman seiner Begleiterin auf jeden Fall aus dem Mantel helfen. Er hält der Dame selbstverständlich die Türe auf und bietet ihr den rechten Arm an. Die Dame sollte immer auf der rechten Seite des Herren gehen, da rechts der Ehrenplatz ist. An der Treppe lässt der Gentleman seiner Begleitung den Vortritt, um sie im Fall der Fälle auffangen zu können. Geht es die Stiege allerdings bergab, geht logischerweise der Herr voran. Eine Position, die der Mann ebenfalls im dichten Getümmel einnimmt, um seiner Dame den Weg bahnen zu können.

Die Höflichkeit endet auch am Tisch nicht: Der Gentleman führt die Dame zum Tisch, überlässt ihr die Platzwahl, rückt ihr den Stuhl zurecht und nimmt dann den Platz links von ihr ein. Das Jackett ist beim sitzen geöffnet und bleibt sonst stets geschlossen. Es darf, wenn überhaupt, erst nach dem Rahmenprogramm abgelegt werden – oder wenn der Gastgeber dazu auffordert.

Für den Smalltalk am Tisch eignen sich alle Themen, die gute Stimmung verbreiten. Hat einen der kleine Hunger gepackt, wird die Serviette – mit der offenen Seite zum Körper – einmal gefaltet auf den Schoß gelegt. Wurde gekleckert, wird dies in Gesprächen gleich entschuldigend angesprochen, um so starrenden Blicken vorab zu entgehen.

Stehen und gehen

Kommt Besuch an den Tisch, ist es üblich, dass alle aufstehen. Erhebt sich eine Dame von Tisch, steht der Mann aus Höflichkeit auch auf oder deutet dies zumindest an. Kommt sie vom Ausflug zurück, wiederholt sich diese Geste.

Neigt sich die Ballnacht dem Ende zu, zieht an der Garderobe erst der Gentleman den Mantel an. Dann hilft er der Dame in den ihren – und vergisst auch zum Abschluss nicht die Türe aufzuhalten.

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